Innovationsworkshop

vom 05. SEPTEMBER 2018

Um den Herausforderungen in der Pflege zu begegnen und langfristig eine gute Versorgung zu sichern, müssen neue Produkte und Dienstleistungen entstehen, die reale Probleme möglichst alltagstauglich lösen können.

Ihre Entwicklung bedarf einer engen Zusammenarbeit von Praktikern, Wissenschaftlern, Kreativen und Akteuren aus der Industrie. In einem Workshop haben Pflegedienste zusammen mit den Ideen- und Innovationsexpertinnen Antje  Schmidt und Carina Emig von der Agentur „die initialzünder“ einerseits auf kreative Weise alltägliche Problemfelder der Pflege identifiziert. Andererseits wurde diskutiert, wie sich eine lösungsorientierte Kooperation innerhalb des TDG-Bündnisses realisieren ließe. Daraus konnten im Anschluss Challenges für den Hackathon und Projektvorhaben für das TDG-Konzept abgeleitet werden. Darüber hinaus probierten die Teilnehmer bereits vorhandene technischen Innovationen zur Unterstützung der Pflege aus. Beispielsweise gingen sie auf Tuchfühlung mit dem Emotionsroboter „Paro“, einem Kissen mit

Instruktion zur progressiven Muskelrelaxation oder schlaffördernder Entspannungsmusik, einem Telepräsenzsystem und einem sprechenden Kalender mit Erinnerungsfunktion.Im Ergebnis entstanden eine Vielzahl verschiedener ProblemPortfolios, die etwa das Imageproblem des Pflegeberufs, Barrieren zwischen Wissenschaft und Praxis oder die Dokumentationsaufgaben in der Pflege thematisierten, sowie ein großes Cluster von weiteren Schwierigkeiten wie der mangelnden Kommunikation und Motivation. Ein Innovationsscout, der den Alltag vor Ort begleitet, um Innovationspotentiale zu identifizieren, wurde als die gewinnbringendste Form der Zusammenarbeit erachtet. Das Konzept des Workshops erwies sich als erfolgreich und kann als Austauschforum zwischen Innovationsgebern und -nehmern einen festen Bestandteil des TDG-Innovationsprozesses für die Umsetzungsphase bilden.