„Erxleben Digital HealthCare Hub“ eröffnet

Wie lässt sich die medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit IT-gestützten Methoden verbessern? Dieser Frage widmet sich der neue „Erxleben Digital HealthCare Hub“, der heute im Dorothea-Erxleben-Lernzentrum der Universitätsmedizin Halle (Saale) eingeweiht worden ist. Gleich drei wichtige Projekte sind hier angesiedelt: das Future Care Lab (Zukunftslabor), der Innovation Hub für digital unterstützte Gesundheitsversorgung und das transferorientierte Scidea Lab Virtuelle Medizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann überreichte zur Einweihung einen weiteren Förderbescheid für das Scidea Lab über 240.000 Euro.

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann betont: „In Sachsen-Anhalt wird der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung in den kommenden Jahren weiter steigen. Dementsprechend müssen wir die Versorgungsstrukturen bei uns im Land rechtzeitig modernisieren und ausbauen. Die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung kann hierbei ebenfalls hervorragende Dienste leisten, wenngleich die Menschen bei dieser Entwicklung mitgenommen, Ängste und Vorbehalte weiter abgebaut werden müssen. Ich bin davon überzeugt, dass der neue „Erxleben Digital HealthCare Hub“ einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Gesundheitsversorgung leisten kann. Denn es kommt darauf an, dass eine neue Entwicklung im Vorfeld bereits erprobt wurde, es wissenschaftlich begleitete Testphasen und Interaktion mit Betroffenen gibt. Das Wissenschaftsministerium unterstützt deshalb die Forschung zu digitalisierter Gesundheitsversorgung und wird sie auch in den kommenden Jahren mit entsprechenden Förderprogrammen eng begleiten.“

Im Rahmen der Einweihung, bei der neben Willingmann der Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Prof. Dr. Christian Tietje, der Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Michael Gekle, sowie die Verantwortlichen der drei Projekte anwesend waren, ist auch erstmals der Name für den Gebäudebereich verkündet worden.

Der „Erxleben Digital HealthCare Hub“ ist einerseits ein eigens umgebauter und auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer zugeschnittener Teil im Dorothea-Erxleben-Lernzentrum (DELH) der Universitätsmedizin Halle (Saale). Andererseits steht das Wort Hub (= Drehkreuz) auch für eine Ebene, auf der Synergie-Effekte und Fachkompetenzen gebündelt werden und auf der mit dem Scidea Lab Virtuelle Medizin zudem der Anschluss an den Transfer- und Gründerservice der MLU gegeben ist.

Im Innovation Hub kann die häusliche Situation bei pflegebedürftigen Menschen mit original-großen Möbeln, Küchengeräten und Sanitäranlagen aus Pappe abgebildet werden. (Bildquelle: Uni Halle/Maike Glöckner)

Das neue Scidea Lab ist einer von drei Inkubatoren der Universität. Gründungsinteressierte Studierende und Forschende der MLU haben darin die Möglichkeit, mit Hilfe modernster Technik an ihren Ideen für neue Produkte zu arbeiten und Prototypen zu erstellen. Im Scidea Lab Virtuelle Medizin werden innovative Therapiemethoden und -software sowie Geschäftsmodelle aus der Forschung und Lehre heraus entwickelt. Zum Einsatz kommt dafür zum Beispiel das VR-Fitnessgerät „Icaros Health“, mit dem audiovisuelle Lernanwendungen für komplizierte medizinische Sachverhalte entwickelt werden können. Mit der Erweiterung ist geplant, neue Anwendungen für die Bewegungs- und Sportwissenschaft zu erschließen und zum Beispiel neue Produkte und Konzepte für Bewegungstherapien aber auch professionelles Sportlertraining zu entwickeln.

„Transfer gehört zu den zentralen Aufgaben der Martin-Luther-Universität. Dieser findet zu einem großen Teil über die Studierenden statt, die wir ausbilden. Wissenschafts- und Technologietransfer braucht aber zusätzliche Orte, an denen experimentiert werden kann. Hierfür ist das Scidea Lab Virtuelle Medizin eine ideale Ergänzung zu unseren bisherigen Angeboten, die den Weg von der Grundlagenforschung in die konkrete Anwendung ebnen“, sagt Rektor Prof. Dr. Christian Tietje.

Der neue Bereich im Dorothea-Erxleben-Lernzentrum zeichnet sich durch eine andere Gestaltung als das restliche Gebäude aus. Die sechs Räume zu beiden Seiten eines Flurs sind variabel in ihrer Größe nutzbar, Wände lassen sich vollständig öffnen oder komplett beschreiben und dienen als riesige Pinnwände zum Ideen-Sammeln. Die häusliche Situation bei pflegebedürftigen Menschen lässt sich mit original-großen Möbeln, Küchengeräten und Sanitäranlagen aus Pappe mit wenigen Handgriffen ebenso abbilden, wie die pflegerische Arbeit und Versorgung von Menschen mittels Virtual und Augmented Reality oder assistiven Systemen. So werden neue Konzepte und Versorgungsmöglichkeiten bereits frühzeitig auf Machbarkeit getestet. Dazu gehören beispielsweise Telepräsenzsysteme oder auch Roboter und deren Akzeptanz. In weiteren Schritten werden deshalb auch Betroffene eingebunden und die Rückmeldungen fließen in die Forschung mit ein.

„Der demographische und geografische Wandel prägt unsere Gesellschaft. Gleichzeitig steigt der Grad an digitalen Methoden und Instrumenten im Alltag und in der Pflege. Diesen Prozess, die Wirksamkeit und den daraus resultierenden Nutzen begleitet die Universitätsmedizin Halle seit Jahren wissenschaftlich und setzt in ihrem Versorgungsschwerpunkt Epidemiologie und Pflegeforschung auf die Themen digitalisierte Gesundheitsversorgung, Altern und ganzheitliche Daseinsfürsorge. Als Medizinische Fakultät denken wir Versorgung für Menschen und Versorgungsstrukturen neu und wollen herausfinden, wie assistive Systeme im Alltag von Betroffenen, Angehörigen und Pflegenden Erleichterung bieten können sowie Teilhabe und Partizipation fördern“, sagt Prof. Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät der MLU.

Quelle: Universitätsmedizin Halle – LINK

Gemeinsam gestalten wir die TDG,
gestalten Sie mit uns.

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Probleme in der Pflege heute – Lösungen für morgen 

Herausforderungen und Ideen aus dem Alltag von Pflegekräften

Datum: Individuell vereinbar  

Dauer: 60 Minuten 

Ort: (vorerst) digital 

Kosten: kostenlos 

Teilnehmeranzahl: max. 10 Personen

Referent:in: Mitarbeiter:in TDG Bündnismanagement

Sie arbeiten in der Pflege? Geht es um die Gegenwart in ihrer Branche, kennen Sie die täglichen Herausforderungen am besten. Denken Sie an die Zukunft, wissen Sie genau, was Sie anders oder besser machen würden? Sprechen wir darüber! 

Wir möchten Ihren und den Alltag von Pflegebedürftigen durch den Einsatz und die Entwicklung innovativer Lösungen verbessern. In diesem Mitmach-Format geht um den Austausch mit Ihnen, denn Sie sind der Experte/die Expertin. Lassen Sie uns gemeinsam überlegen, wie Probleme mit bereits vorhandenen Innovationen gelöst werden können. Oder welche Lösungen es in Zukunft braucht, um Ihnen die Arbeit zu erleichtern.  

Bei Interesse schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir gestalten unsere Mitmach-Formate individuell und passen sie bedarfsorientiert an Sie an. 

Für wen? Pflegefachkräfte, pflegende Angehörige, Interessierte, Pflegebedürftige.

Pflege-Innovationen in die Praxis integrieren – aber wie?

Austausch-Format für Entscheider*innen in der Pflegewirtschaft 

Datum: Individuell vereinbar  

Dauer: 60 Minuten 

Ort: (vorerst) digital 

Kosten: kostenlos 

Teilnehmeranzahl: max. 5 Personen

Referent:in: Mitarbeiter:in TDG Bündnismanagement

Innovationen im Bereich der Pflegewirtschaft sind bereits vorhanden. Durch TDG-Projekte kommen neue dazu. Neben den Anwender:innen und Betroffenen, für die diese Lösungen entwickelt werden, benötigt es Entscheider:innen im Bereich Pflege und Gesundheit. 

Sie sind Leiter:in einer Pflegeeinrichtung oder Pflegedienstleister? Sie haben auf kommunaler Ebene Verantwortung für die Daseinsvorsorge im Gesundheitswesen? Sie möchten neue Lösungen in ihrer Einrichtung integrieren oder neue Ideen mitentwickeln und Pflege künftig erleichtern? Dann ist dieses Mitmach-Format genau das Richtige für Sie. 

Wir stellen Ihnen aktuelle Innovationen vor. Erklären Ihnen, wie Innovationen entstehen und diskutieren mit Ihnen, wie Innovationen in die Praxis und damit in den Alltag von Millionen von Betroffenen überführt werden können. Lassen Sie sich von uns informieren und inspirieren. 

Bei Interesse schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir gestalten unsere Mitmach-Formate individuell und passen Sie bedarfsorientiert an Sie an.

Emotions-Roboter, schlaue Spiegel & Co. 

Digitale Innovationen kennenlernen und diskutieren

Datum: Individuell vereinbar 

Dauer: 60 Minuten  

Ort: (vorerst) digital 

Kosten: kostenlos 

Teilnehmeranzahl: max. 10 Personen

Referent:in: Mitarbeiter:in TDG Bündnismanagement

Innovationen in der Pflege sollen alltägliche Abläufe unterstützen und das Leben von Pflegebedürftigen sowie von Pflegenden vereinfachen und verbessern. Bereits heute gibt es zahlreiche Lösungen, die zu mehr Mobilität und Selbstversorgung führen. Zudem können kognitive und kommunikative Fähigkeiten sowie das Alltagsleben mit sozialen Kontakten durch Innovationen aufrechterhalten bleiben.  

In unserem Mitmach-Format geben wir Ihnen Einblicke in bereits bestehende Innovationen und erklären, wie Sie diese in Ihren Alltag integrieren können. Lassen Sie sich überraschen, was es neben Emotions-Robotern, digitalen Tablettenspendern, intelligenten Spiegeln oder elektrischen Rollatoren heute schon gibt. 

Wir führen Sie (vorerst) digital an diese Innovationen heran und diskutieren mit Ihnen über Stärken, Schwächen und die Alltagstauglichkeit.   

Bei Interesse schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir gestalten unsere Mitmach-Formate individuell und passen sie bedarfsorientiert an Sie an. 

Für wen? Pflegefachkräfte, pflegende Angehörige, Interessierte, Pflegebedürftige